Gonarthrose betrifft bis zu 30% der Menschen über 60 Jahre. Frühe Diagnose und richtige Behandlungswahl in jeder Phase — Schlüssel zur Erhaltung des Gelenks.
Klassifikation nach Kellgren-Lawrence
Die internationale Kellgren-Lawrence-Klassifikation (KL) bewertet die Gonarthrose anhand des Röntgenbilds. Dies ist der Standard, den Orthopäden weltweit zur Bestimmung der Behandlungstaktik nutzen.
I. Stadium (KL 1): Anfangsversionen
Der Knorpel verliert an Elastizität und wird dünner. Im Röntgenbild — zweifelhaftes Engstellen des Gelenkspalts, mögliche einzelne Osteophyten. Der Patient empfindet Unbehagen nach Belastung, morgendliche Steifheit bis 30 Minuten.
Was im Knorpel geschieht: Proteoglykane — Moleküle, die Wasser binden — gehen verloren. Der Knorpel wird weniger elastisch, behält aber noch die Struktur.
Optimale Behandlung: Gewichtsreduktion, Physiotherapie, Knorpelprotektoren. Die regenerative Medizin im I. Stadium — am effektivsten: Stammzellen MFAT regenerieren die Knorpelmatrix, CGF lindert die anfängliche Entzündung. Wirkung auf das Knorpelgewebe.
II. Stadium (KL 2): Fortschreiten
Der Knorpel wird deutlich dünner, es bilden sich definierte Osteophyten. Das Engstellen des Gelenkspalts ist im Röntgenbild sichtbar. Schmerz beim Gehen, Knirschen (Krepitation), anfängliche Achsenverformung.
Was geschieht: Kollagenfasern des Knorpels zerfallen, Risse entstehen. Die Synovialmembran ist entzündet, produziert überschüssige Flüssigkeit (Effusion).
Optimale Behandlung: NSAR bei Exazerbationen, Physiotherapie, Hyaluronsäure. Die regenerative Medizin — hoch effektiv: Stammzellen füllen Knorpelrisse, Wachstumsfaktoren unterdrücken Entzündung und stimulieren Chondrogenese.
III. Stadium (KL 3): Ausgeprägte Veränderungen
Starkes Knorpelzerstörung, multiple grobe Osteophyten, moderates Engstellen des Gelenkspalts, subchondraler Sklerose. Schmerz bei minimaler Belastung und in Ruhe. Hinken, Varus- oder Valgus-Deformität.
Was geschieht: Subchondrale Knochen werden freigelegt, Zysten bilden sich. Oberschenkelmuskulatur atrophiert durch Schonhaltung der Extremität.
Traditioneller Ansatz: Endoprothese. Die regenerative Medizin — kann effektive Alternative sein: MFAT ermöglicht partielle Wirkung auf das Knorpelgewebe. Protheseneinbau um 5-10 Jahre verzögern möglich.
IV. Stadium (KL 4): schwer
Vollständige Knorpelzerstörung, grobe Deformierung, Kontraktur, ausgeprägter subchondraler Sklerose. Gelenkspalt praktisch fehlend. Starke Bewegungseinschränkung.
Standard: Totale Endoprothese. Die regenerative Medizin kann bei Operationskontraindikationen oder zur Vorbereitung des Gelenks auf Protheseneinbau angewendet werden.
Warum Zeit — Ihr größter Feind ist
Gonarthrose — irreversibler Prozess bei Standardbehandlung. Jeder Jahr ohne regenerative Therapie verliert der Knorpel 0,1-0,3 mm Dicke. Im I. Stadium kann regenerative Behandlung den Knorpel vollständig regenerieren. Im II. — Prozess deutlich verlangsamen und teilweise umkehren. Im III. — Schmerzen mindern und Protheseneinbau verzögern. Warten Sie nicht auf IV. Stadium — beginnen Sie die Behandlung so früh wie möglich.
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